Druck und Strapazen bewusst abbauen

Sind Frauen wirklich anfälliger für Stress?

Heutzutage ist das Leben stressig und die Tage ziehen nur so an einem vorbei. Oftmals fällt es einem schwer, nach besonders hektischen Wochen zur Ruhe zu kommen. Kaum hat man einen Tag frei, weiß man nichts mit sich anzufangen. Man steht unter Strom und hat das Bedürfnis, Dinge zu erledigen, zu putzen oder andere Besorgungen zu machen. Dabei sollte man gerade an seinen freien Tagen durchaus mal zur Ruhe kommen und sich mit sich selbst beschäftigen. Insbesondere Frauen neigen dazu, Stress anzuhäufen, ohne ihn abzubauen, was fatale Folgen haben kann.

Stressaufbau: Schutzmechanismus des Körpers

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Frauen wesentlich anfälliger für Stress sind als Männer. Dies liegt in erster Linie darin begründet, dass die Damenwelt sehr viel sensibler auf die Ausschüttung des Hormons reagiert. Grundsätzlich ist die Bildung des Stresshormons überlebenswichtig für den Menschen, da der Homo sapiens in gefährlichen Situationen alle Körperkräfte mobilisieren musste, um Angreifern zu entwischen.

Natürlich befindet man sich heutzutage im Büro oder zu Hause nicht mehr in Lebensgefahr, dennoch versetzt sich der Körper in einen leistungsstärkeren Zustand, um dem psychischen Druck gewachsen sein zu können. Hin und wieder ein paar Stresssituationen sind niemals schädlich und können durchaus nützlich sein. Allerdings neigen viele Damen dazu, dem gefährlichen Dauerstress zu verfallen und jenen nicht abzubauen. Dies kann sich vor allen Dingen auf Herz und Kreislauf auswirken.

→ Druck und Strapazen bewusst abbauen

Ärzte und Forscher empfehlen also, den Dauerstress zu unterbrechen und bewusst das Stresshormon Cortisol abzubauen. Doch wie kann Frau sich nun ideal entspannen? Hierfür ist es vor allen Dingen wichtig, den typischen Denkprozess abzustellen. So kann man sich in die Badewanne legen, dabei schon einen Plan für den nächsten Tag aufstellen und hierbei nicht einmal ansatzweise Stress abbauen. Schließlich müssen die Anspannungen bewusst von einem abfallen.

Ganz Elementare Regeln um Stress abzubauen

  • Auf Smartphone und mobile Endgeräte verzichten
  • Etwas leckeres kochen
  • Ganz bewusst genießen
  • Ausschlafen und regelmäßig schlafen
  • Viel Tee trinken
  • Ausgiebig lachen
  • Für  ausreichend Bewegung sorgen

> Unsere 10 Grundregeln für ein gesundes Leben, sorgen ebenfalls für einen stressfreien Alltag – einfach mal reinschauen.

  • Bei Stressabbau lässt sich auch auf unsere Grundtriebe zurückgreifen. Längst ist es bewiesen, dass dies ideal mithilfe von sexueller Befriedigung funktioniert. Die intime Zweisamkeit verhilft dazu, die Gedanken ruhen zu lassen und eben nicht an den morgigen Tag zu denken. Sex setzt zudem Endporphine frei, welche dafür sorgen, dass der Abbau von Cortisol angetrieben wird.
  • Zusätzlich hilft Bewegung dabei, sich zu entspannen und die Strapazen der vergangenen Tage abzubauen. So produzieren Frauen als auch Männer Stresshormone, um den Körper ideal zu mobilisieren. Heutzutage müssen wir allerdings nicht mehr die Flucht ergreifen und zu körperlichen Höchstleistungen auffahren. Dadurch können die schädlichen Hormone nicht abgebaut werden – es entsteht sozusagen ein Stau. Daher ist es sinnvoll, ins Schwitzen zu geraten und ordentlich Sport zu treiben. Gerade regelmäßiger Ausdauersport kann hier die benötigten Effekte mit sich bringen – ob nun joggen, schwimmen oder Radfahren. Dabei sollte jener Sport lediglich Spaß bringen, damit man ihn gerne betreibt.

Herzinfarkte sind leider auch Frauensache!

Es ist bereits so einige Jährchen her, als Herbert Grönemeyer die Zeilen: „Männer haben Muskeln, Männer sind furchtbar stark, Männer können alles, Männer kriegen ‘nen Herzinfakt…“ in sein Mikro brüllte und dabei nicht nur mit Letzterem so falsch lag…Während aber vor 20 Jahren der Herzinfarkt als eine regelrechte „Männerdomäne“ angesehen wurde, später dann die Sachlage relativiert wurde, als man verlautete, dass Frauen zwar auch Herzinfarkte bekämen, aber zumeist erst nach den Wechseljahren, ist das Verständnis für die tatsächliche Problematik in den letzten Jahren klarer geworden – und damit das Risiko für Frauen eines jeden Alters deutlich, einen Herzinfarkt zu erleiden!

  • Als wäre dem nicht genug, geht man heute sogar davon aus, dass Frauen mit Herzinfarkten weitaus schlechtere Prognose haben, als Männer: “Heute wissen wir, dass auch jüngere Frauen Herzinfarkte bekommen können, die dann häufiger noch als bei Männern tödlich ausgehen”, so Frau Prof. Regitz-Zagrosek von der Berliner Charité, zitiert in der Ärztezeitung.

Grundsätzlich unterscheide sich die Diagnostik und die Symptomatik für Herzinfarkte zwischen den Geschlechtern, so mache sich lt. Prof. Retitz-Zagrosek der Herzinfarkt bei Frauen zu 22% nur durch Übelkeit bemerkbar, was durchaus fehlinterpretiert und bagatellisiert werden kann – mit schlimmen Folgen für die Betroffene! Zuvor liefere ein Belastungs-EKG bei Frauen zu 50 Prozent falsch positive Befunde und zu 30 Prozent falsch negative Ergebnisse, und Frauen, die an parallel an Diabetes leiden, tragen das doppelte Herzinfarktrisiko wie die gleichaltrigen Vertreter des Menschlichen Geschlechts.

Doch wie kann sich Frau optimal vor dem Herzinfarkt schützen? Wie immer, heißt auch hier die Devise ganz klar: „Vorbeugen ist besser als heilen!“. Stress, Zigaretten, Übergewicht, Alkohol, körperliche Passivität und bestimmte Medikamente können das Risiko für einen Herzinfarkt erheblich erhöhen, hier sollte Frau unbedingt schauen, was sie abstellen, zumindest aber reduzieren kann!

Auf der anderen Seite kann die richtige Ernährung, Meditation, Sport und gesunder BMI die Gefahr eines Herzinfarkts enorm senken. Die Ernährung sollte sehr Obst- und Gemüsereich ausfallen, Fleisch sollte gesundem, fettreichen Fisch weichen. Überhaupt gilt es an dieser Stelle Fette insgesamt zu reduzieren, dabei den Schwerpunkt auf gesunde Fette und Öle zu setzen, die mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. So konnten nur 2-3 Fischmahlzeiten pro Woche in zahlreichen Studien das Risiko für Herzinfarkt bereits um 50% senken.