So lässt sich das Wunderkorn aufbewahren

Warum die vegetarische Ernährung so gesund ist

Die vegetarische Ernährung wird von Ernährungsberatern und Ärzten gerne als sehr gesunde Ernährungsform dargestellt und empfohlen. Die Vorteile kann aber nur genießen, wer sich vegetarisch auch richtig ernährt. Den Fleischkonsum lediglich weglassen reicht nicht aus.

In den meisten Fällen geht mit der Nahrungsumstellung auf vegetarisch jedoch auch ein allgemein gesunder und bewusster Lebensstil einher. Wenn diese Voraussetzung gegeben ist, dann hat die vegetarische Ernährung fast nur Vorteile für den Körper. Es wird zwar kein Fleisch mehr gegessen, dafür erhöht sich der Anteil an Gemüse und ballaststoffreicher Kost. Das sorgt für eine gute Darmflora und eine solide Darmtätigkeit. Gerade zu Beginn muss sich der Körper an vermehrte Rohkost, Vollkorn und eventuell neue Lebensmittel gewöhnen. Die geringe Aufnahme von tierischen Fetten kann die Verdauung jedoch entlasten, da diese schwerer verarbeitet werden als pflanzliche Fette. Je verantwortungsbewusster ein Vegetarier bei seiner Ernährung ist, desto abwechslungsreicher und vielseitiger isst er auch.

Nährstoffversorgung bei vegetarischer Ernährung

Entgegen der Warnungen von einigen unwissenden Freunden und Bekannten, ist die vollständige Nährstoffversorgung bei vegetarischer Ernährung mittlerweile ärztlich bestätigt. Nährstoffe aus Fleisch und Fisch können problemlos aus anderen Lebensmittel gezogen werden. Vegetarier sollten vor allem auf eine ausreichende Versorgung mit Eiweißen, B-Vitaminen und Eisen achten. So wird empfohlen vermehrt Linsen und Hülsenfrüchte für die Deckung des Eiweißbedarf zu essen.


Eisen steckt wiederum in Nüssen, Samen und getrockneten Kräutern. B-Vitamine können über grünes Gemüse und Milchprodukte aufgenommen werden. Tendenziell ist der Eiweiß- und Eisengehalt bei Vegetariern etwas niedriger als bei Mischköstlern. Dies stellt jedoch kein Problem dar, weil der Körper mit den niedrigeren Werten lernt auszukommen. Eine zusätzliche Einnahme von Vitaminpräparaten ist normalerweise nicht nötig. Strenge Vegetarier müssen eventuell Vitamin B12 supplementieren. Eine gelegentliche Blutuntersuchung kann vor Mängel bewahren.

Vielfalt und Alternativen zu tierischen Produkten

Experimentierfreudige und offene Vegetarier werden mit ihrer Ernährungsform viele neue Lebensmittel und Gerichte kennen lernen. Ebenso einfach ist es auch, tierische Produkte bei bestimmten Speisen wegzulassen. So etwa Paella ohne Fisch und Huhn, Eintopf ohne Fleischeinlage oder Gemüsepizza ohne Salami. Beliebte Alternativen mit würzigem Geschmack sind beispielsweise Räuchertofu, selbst eingelegter Naturtofu und die etlichen vegetarischen Würstchen, Schnitzel und Buletten.

  • Ebenfalls viel Eiweiß und Vitamine haben aber auch Getreide und Samen wie Quinoa, Amaranth, Bulgur und Hirse. Sie können eine interessante Alternative zu Nudeln und Reis sein. Sojamilch, Sojajoghurt und Sojasahne bilden letztlich die cholesterinfreien und fettarmen Alternativen zu Milchprodukten.

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Viele Menschen verzichten aus ethischen, gesundheitlichen oder ökologischen Gründen in unterschiedlichem Umfang auf den Konsum von Fleischprodukten, sprich, sie ernähren sich ganz oder vorwiegend vegetarisch. Die sogenannten Veganer gehen noch einen Schritt weiter und lehnen den Verzehr und die Verwendung aller Produkte ab, die tierischen Ursprungs sind. Dazu gehören neben Milch und Eiern beispielsweise auch Honig und in Medikamenten enthaltene Zusatzstoffe wie Milchzucker. Konsequenterweise besitzen Veganer auch keine Lederschuhe oder Wollpullover, da es sich hierbei ebenfalls um Resultate von Tierhaltung handelt, und achten bei Kosmetik ebenso auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Vegane Lebensweise: Was steckt dahinter?

Veganer begründen ihre spezielle Lebensweise oftmals mit dem Hinweis, dass Tiere unter Massentierhaltung leiden und als Mitgeschöpfe respektiert und nicht ausgebeutet werden sollen. Diese Auffassung wird im Alltagsleben in unterschiedlichem Maße umgesetzt: Manche Veganer stehen auch Themen wie Haustierhaltung, Zirkussen und Zoos kritisch gegenüber, da auch in diesen Fällen die Rechte von Tieren verletzt werden.

Andere Vertreter dieser Lebensweise beschränken sich auf den Konsum nicht-tierischer Lebensmittel, achten aber wenig auf ausgewogene Ernährung oder ökologisch akzeptable Produkte. Der Konsum ausschließlich pflanzlicher Lebensmittel gilt generell als ökologisch vertretbarer, da zur Produktion von Fleisch, Milch und Eiern unverhältnismäßig viele Ressourcen wie Wasser und Weideland verbraucht werden.

Gesundheitliche Vorteile veganer Ernährung

Viele Veganer versprechen sich auch gesundheitliche Vorteile von ihrer Ernährung. Letzteres ist allerdings oft umstritten, da der völlige Verzicht auf tierisches Eiweiß zu Mangelerscheinungen führen kann und viele pflanzliche Fleisch-Ersatzprodukte auf zweifelhafte Weise hergestellt werden. Wer dauerhaft vegan leben möchte, muss seine Ernährung daher sorgfältig planen und pflanzliche Quellen für Eiweiß und verschiedene Vitalstoffe wie das Vitamin B12 und Kalzium erschließen.

Besonders während der Schwangerschaft und Stillzeit gilt eine rein vegane Ernährung daher nicht als empfehlenswert. Auch Säuglinge und Kleinkinder sollten nicht gänzlich ohne tierische Nahrungsmittel aufwachsen. Allerdings sind sich die Ernährungsexperten in diesen Fragen schon seit Jahren uneins. Eine ausgewogene, qualitativ hochwertige vegane Ernährung kann für Erwachsene jedoch durchaus auch gesundheitliche Vorteile bringen, da sie dem Körper keine tierischen Fette, aber dafür viele Ballaststoffe und Vitamine liefert.

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